Grömitz zeigt sich als modernes Ostseebad am Nordrand der Lübecker Bucht. Der Ort ist zwar einer der ältesten an der Ostseeküste, kann aber nicht mit klassischer Architektur auftrumpfen, wie man es zum Beispiel aus vielen mecklenburgischen Seebädern kennt. Historische Bauten fehlen weitgehend, eine Ausnahmen bildet allerdings die trutzige St. Nikolai-Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Der schönen Urlaubsatmosphäre tut das aber überhaupt keinen Abbruch, denn man fühlt sich einfach wohl in Grömitz! Das Seebad wirkt gepflegt und bietet seinen Gästen eine unglaubliche Fülle an Möglichkeiten. Zudem kann es der acht Kilometer lange Strand, in Südlage und mit feinstem Sand, mit jeder Mittelmeer-Bucht aufnehmen.
Wir waren zuletzt 2011 in Grömitz, für ein langes Wochenende und gemeinsam mit ein paar Freunden. Es war schon Anfang Oktober und deshalb standen wir etwas ungläubig vor einer Strandkulisse, die an den Hochsommer erinnerte. Petrus hatte es gut mit uns gemeint und Grömitz wurde seinem Werbeslogan „Ostseebad der Sonnenseite“ wirklich gerecht. Untergekommen waren wir auf dem Camping-Ferienplatz CAMARO, wo wir uns in zwei Mobilheime eingemietet hatten (je Mobilheim 35.- Euro pro Tag in der Nachsaison). Das hatte durchaus seinen Charme, allerdings würden wir uns beim nächsten Mal doch lieber für eine Pension und bequemere Betten entscheiden. Man ist ja auch keine Zwanzig mehr …
Der See auf den Grund gehen
Eines der Highlights von Grömitz ist die beinahe 400 Meter lange Seebrücke mit ihrer Tauchgondel. Hinter großen Glasfenstern tauchen Sie ca. 3,5 Meter hinab in die Unterwasserwelt der Ostsee, betrachten Seesterne, prächtige Schwämme und auch den einen oder anderen Kiementräger. Die Sicht beträgt bis zu 4 Meter, je nach Strömung und Witterungsverhältnissen.
Infos Tauchgondel: Erwachsene zahlen für den etwa 45-minütigen Tauchgang 8,00 Euro, Kinder bis 15 Jahre 5,00 Euro, zudem gibt es verschiedene Vergünstigungen für Familien, Studenten und Behinderte (mit Ausweis). In der Hauptsaison ist die Gondel von 10 bis 21 Uhr geöffnet, witterungsbedingt kann es zu Ausfällen kommen. Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen, Gruppenbuchungen bitte anfragen unter: www.tauchgondel.de
Glasklare Ostsee vor Grömitz
Faszinierend ist der Blick von der Seebrücke in und auf Ostsee: Man möchte Ewigkeiten an Ort und Stelle verharren, in das glasklare Wasser schauen und das glitzernde Lichtspiel auf den Wellen betrachten! Genießen Sie hier eine kurze Video-Impression von der Seebrücke in Grömitz und wecken Sie Ihre Sehnsucht nach Sommer:
Sportliches Seebad
Während die anderen noch schliefen, hatte ich es mir frühmorgens zum Ritual gemacht, am Ostseestrand joggen zu gehen. Brandung, salzige Luft und die ersten wärmenden Strahlen der Sonne: einfach wunderbar! Dass es schon längst Herbst war, hielt mich nicht davon ab, nach der Laufrunde spontan ins Meer zu springen und in den Sonnenaufgang zu schwimmen. Die Morgenstunden in Grömitz gehören nach wie vor zu einer meiner persönlich schönsten Urlaubserinnerungen! Ob Sie segeln, surfen, kiten oder paddeln möchten, wandern, walken oder radfahren: Für Sportler ist Grömitz ein Eldorado!

Beste Erholung und viel Genuss!
Wer es lieber ruhig angehen möchte, der genießt ausgiebige Spaziergänge entlang des breiten Küstenstreifens mit kleinen Wäldern und Dünenlandschaften oder lässt sich einfach mal in den Sand fallen und nimmt sich Zeit für Müßiggang. Seeluft macht hungrig und das gastronomische Angebot in Grömitz ist breit gefächert: Cafés, Bars, Feinschmecker-Restaurants und Landgasthöfe haben für jeden Appetit das Richtige parat. Wir waren zum Fischessen oder Kaffeetrinken gerne im „Restaurant Café Zur Düne“, dessen Außenterrasse direkt an den Ostseestrand grenzt. Die Klientel versprühte einen angenehmen Hauch von Gediegenheit, im Ganzen ist das Restaurant aber sympathisch-bodenständig.
“Zur Düne” Blankwasserweg 104, Grömitz-Lensterstrand (etwas außerhalb des Grömitzer Zentrums, Richtung Lensterstrand, täglich bis 22 Uhr geöffnet). www.cafe-zur-duene.de
Winter-Tipp: Auch derzeit eine Reise wert: Am 09. Februar 2013 wird am Strand von Grömitz ein riesiges Feuer entzündet. „Das Biikebrennen“ soll in Schleswig-Holstein traditionell die kalte Winterzeit vertreiben und den Frühling herbeirufen. Nach dem Fackelmarsch darf jeder helfen, den Haufen aus Geäst und Gestrüpp in Brand zu setzen. Musik und Grünkohl-Essen gehören natürlich auch dazu. Und falls es mit der Austreibung des Winters doch nicht geklappt hat, dann packen Sie sich am nächsten Tag einfach warm ein und genießen die klare, kalte Ostseeluft bei einem Spaziergang am menschenleeren Strand …
Ob sommers oder winters: Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit in Grömitz!
Weitere Infos zu Grömitz finden Sie auf: www.groemitz.de
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Fotos und Grömitz-Logo (Sonne): Tourismus Service Groemitz / www.groemitz.de




